Philosophie

Die Philosophin in mir fühlt das Einzelne im Ganzen, das Kleine im Grossen, das Unvergängliche von uns Seelenwesen, die Synchronizität in allem, was uns widerfährt, um zu wachsen und zu erkennen.

„Bevor Blätter schwebend zu Boden fallen, und dichte Schleier um uns wallen, wende dein Antlitz dem Lichte zu, bist selbst der Schein, bist ich und du.“

Das Mysterium des Lebens zu ergründen ist wohl müßig, und dennoch krabbeln einige von uns in den Kaninchenbau. Immer tiefer hinein ins weitverzweigte Labyrinth. Denn ein Zurück gibt es nicht mehr.

“Wo ist das Ende? Wo der Anbeginn? Fragen über Fragen nach Leben und Sinn.”

Ein Philosoph ist gewiss ein sehr neugieriger Mensch, sonst würde er sich ja nicht so viele Fragen stellen.

„Was trennt uns denn, von dem Einen, dem Ganzen? Hinter den selbstgewählten Mauern wir uns verschanzen.“

All diese alten Paradigmen von Trennung, von Ego kommen jetzt an die Oberfläche und wollen angeschaut, niedergeschrieben werden. Mit einer leichten Feder, dahinfließende Worte in ein Gewand voller Anmut und Schönheit, in der Farbe der Poesie gekleidet.

Und immer wieder geht es um die Liebe… „Leg mein Gesicht in deine Hände, ganz einfach und so zart. Durchquere tausend Wände, hab Lieb mit Mut gepaart.

Geschlossen meine Lider, entspannt vor lauter Glück. Flieg hoch und lande wieder. Du, meine Seele, komm zurück.

Und alle Zeit der Welt, sie liegt in deinen Händen. Wie du mich liebvoll hältst, ach könnt es nimmer enden.“

Ach ja, die Liebe, ist eine Himmelsmacht. Und bringt uns den Himmel auf die Erde, zu spüren, wie lebendig wir doch sind.

„Und nun wissend um die Liebe mein, geh ich hinaus und finde dein.“ 

Wie sollen wir denn Jemanden lieben, wenn wir uns selbst nicht als einzigartig und schön betrachten. Als Teil der göttlichen Schöpfung, so wie alles um uns herum. Auch die Dualität.

Balance zwischen Körper, Geist und Seele – was für ein Anspruch! Das ist eine stetige Herausforderung an jeden von uns.

Zu allererst uns als geistige Wesen verstehen, die hier und jetzt ihre ganz persönlichen Erfahrungen machen. Und manchmal “grüßt das Murmeltier” eben öfter, solange, bis wir ES begreifen. Wir haben die Wahl aufs Neue, uns zwischen Liebe und Angst zu entscheiden. Jeden Tag unseres Lebens. Denn eines geht nur.

So viele vor uns, unter uns beschäftigen sich mit all diesen Fragen über das Sinnhafte, das Mystische und Worte können nur einen Teil dieses großen Gefühls von All-eins begrenzt wiedergeben. Worte, die dem universellen Geist entspringen, das Herz höher springen lassen, wissend, dass Alles, wirklich alles miteinander verbunden ist und die Trennung nur eine Illusion.

“Unser Drama besteht darin, dass wir vergessen haben, dass wir sowohl Welle als auch Ozean zugleich sind.” Willigis Jäger

Wie mag ich sie alle: Marc Aurel und Fritjof Capra, Hans Christian Andersen und Wilhelm Busch, Oscar Wilde und Paulo Coelho, Hermann Hesse und Rilke. Ach, so viele, die mein Innerstes mit ihren schönen Worten, ihren klugen Gedanken zum Vibrieren bringen. Auch meine eigenen. (Texte kursiv Birgit Doll)